Body & Face 

Mit 11 Künstlerinnen:

 Barbara  Andres - Schucht |  Işın  Avcıoğlu  |  Speranta  Diacof  |  Uschi  Ellison  |   Maria  Luisa  Engels 
Silke Gerfen | Eva Hofmann | Annie Kiepert |  Julia Manolova | Ulrike Piontek |  Moina Stock-Erichson 

11 Künstlerinnen, die ihre Wurzeln in der Türkei, Rumänien, Bulgarien, Spanien und Deutschland haben, beteiligen sich bei der Ausstellung "Body and Face" vom 28. Januar bis 18. Februar 2017 in der Galerie Tigrel, Oberursel/Bommersheim.

Zu sehen sind u.a. Stilrichtungen in Realismus, Expressionismus, Kubismus und Collagen. Eine interessante und sehenswerte Zusammenstellung von Kunstwerken, die im besonderen Ambiente der Galerie Tigrel präsentiert werden.

Barbara Andres-Schucht, gebürtige Saarländerin ist diplomierte Mode- und Computergrafikerin.  Sie hat während Ihres beruflichen Werdegangs in verschiedenen Ländern gelebt, die bis heute ihr künstlerisches Schaffen beeinflussen. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Lehre in Keramikmalerei und Siebdruck-Technik. Es folgte ein längerer Aufenthalt in Israel und Ägypten, wo sie ihre Eindrücke in vielen Skizzen und Zeichnungen festhielt. Danach studierte sie Modedesign und Computergrafik und unterhielt nach ihrem Diplom ihr eigenes Modestudio im Saarland. In den neunziger Jahren arbeitete sie als Art-Direktorin in einer Textilfirma in Indien, in welcher sie für das Design der Mode-Kollektion verantwortlich war. Ab 1999 verbrachte Barbara Andres-Schucht  einen Teil des Jahres in Brasilien, wo sie sich von der Farbigkeit der brasilianischen Kunst für Ihre Entwürfe und Bilder inspirieren ließ. Seit einigen Jahren arbeitet sie in verschiedenen renommierten Künstler-Ateliers im Taunus. Der Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens in ihren Bildern ist eine Hommage an die Weiblichkeit. Aktbilder, Posen und Portraits von Frauen in Öl, Acryl und Moor stehen dabei im Focus ihrer Kreativität

Işın Avcıoğlu wurde 1962 in Istanbul geboren und kam als Kind einer deutschen Mutter und eines türkischen Vaters mit 8 Jahren nach Deutschland und 1983 wieder zurück nach Istanbul. Bereits in der Schulzeit war das Malen, die Form, durch die sie ihre Gefühle, Wünsche und Träume zum Ausdruck bringen konnte. 

Nach Ausbildungskursen in Kunstschulen und verschiedenen Künstlerstudios arbeitet sie weiterhin in ihrem eigenen Atelier und hat seitdem an verschiedenen Ausstellungen teilgenommen.

"Ich glaube, dass unsere Gefühle aus interaktiven Energiemomenten des Erlebten entstehen. Mein Bemühen ist es, die aus diesen Momenten geborenen Emotionen mit der Inspiration aus den Elementen der Natur zu verbinden und diese in meinen Bidern erscheinen zu lassen. Diese Inspiration trifft sich mit meinen Emotionen und refklektiert sie auf der Leinwand."

Speranta Diacof... Das Auge sieht was es sucht. In meinen Bildern findet sich immer Harmonie und eine gewisse Symmetrie. Auch in den aufgebrochenen, rauen Strukturen ist die Suche nach einer gewissen Vollkommenheit.

Meine Bilder entstehen aus dem Wunsch, das Gesehene auf meine Art darzustellen. Sie sind frei interpretierbar, jedoch fordere ich nicht dazu auf. Denn jeder sieht etwas anderes. Sicherlich ist in Bildern immer ein Teil des Künstlers zu finden. Meine Bilder entstehen spontan oder aus einem ästhetischen Empfinden. Ich möchte eine bestimmte Wirkung erreichen, eine Atmosphäre schaffen. Diese spürt man, wenn man einen Raum betritt, in dem eines der Werke steht.

Mein künstlerisches Schaffen ist über die Jahre gewachsen. Ich arbeite autodidaktisch und experimentell, mit Materialien und Themen die mich gerade interessieren und faszinieren.

Uschi Ellison wurde 1962 in Aschaffenburg geboren. Sie wuchs in Glattbach auf. Ihre Maltechniken in Aquarell, Acryl und Collagen brachte sie sich seit 2003 in Selbststudium bei. Von 1981 bis 1984 lebte sie in Kalifornien.

Sie kann inzwischen auf etliche Ausstellungen verweisen und lebt und arbeitet künstlerisch in Glattbach.

In ihrer Sprache und der eigenwilligen Technik der figurenreichen und mosaikartig angelegten Collagen vereint Uschi Ellison Farbe und Material, symbolisiert in surrealisitsch anmutenden Details die individuelle Andersartigkeit, Spiritualität und Empfindung und legt den Fokus auf die Wichtigkeit von Berührung und Nähe.

In den primär in Acryl und Collagentechnik gearbeiteten Werken lässt sie auch mal Humor und Witz einfließen.

Verschiedene Materialien, wie Stoffe, Papiere, Münzen, Zeitungsausschnitte oder Fundstücke finden sich.

Maria Luisa Engels, geboren in Oviedo, Spanien, wo sie Ihre Kindheit und Jugendjahren verbracht hat, zieht Maria Luisa 1992 zunächst nach Maastricht (Niederlande) und danach nach Dortmund. Seit 1998 wohnt sie bei Frankfurt am Main. 1989 entdeckt sie die Ölmalerei für sich. Seitdem autodidaktische Weiterentwicklung mit verschiedenen Maltechniken (Aquarell, Acryl und Strukturpaste). Seit 2011 regelmäßige Beschäftigung als Künstlerin. Das bevorzugtes Material bis jetzt ist Acryl auf Leinwand. Der Stil ist realistisch-koloristisch mit großer Detailtiefe. Die Farben sind intensiv und kräftig. Die Themen sind vielseitig: Natur- und Stadtlandschaften, Menschen, Tiere. Die Themeninhalte entstehen aus Reisen, Selbsterlebtem oder Phantasie.

Silke Gerfen, geboren in Freiburg 1969. Ausgebildet als Textilveredlerin. Schon seit ich denken kann, liebe ich das Malen und Zeichnen. Auf Anraten der Familie habe ich mich als junger Mensch dennoch gegen ein Kunststudium entschieden. Kunst wäre brotlos, hieß es. Stattdessen machte ich eine Ausbildung zur Textilveredlerin, da hatte ich wenigstens mit Farben zu tun und lernte das Farbensehen und -mischen von Grund auf. 

Mein Hauptmotiv ist der Mensch. Ihn in Formen zu pressen, zu zersplittern, zu zerlegen oder wie in Streifen geschnitten und dann verschoben auf die Leinwand zu bringen, das finde ich spannend. Flächen auszuarbeiten, einzelne Bildelemente hervorzuheben, zu malen wie eine Collage oder die Realität aufzuheben, das ist eine Herausforderung für mich, die mich heute fast täglich zur Farbe greifen lässt. Im Jahr 2012 gab ich meinen Beruf auf, um mich ganz der Malerei zu widmen. Seitdem habe ich an Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz teilgenommen wie zum Beispiel der QuadriART in Berlin, der ART Innsbruck oder der ARTS19 in Paris, zu der ich 2015 bei den Endinger Kunsttagen ausgewählt wurde. 2013 wurde ich für den HEISE-Kunstpreis nominiert, 2016 wurde eine meiner Arbeiten für ein Kunstprojekt in der Schweiz ausgewählt.

Eva Hofmann, geboren im April 1983 in Bad Soden am Taunus. Schülerin am Gymnasium Oberursel mit den Leistungskursen Deutsch und Kunst. Während meiner Schulzeit nahm ich Mal- und Zeichenunterricht, besuchte Ferienkurse am Städel Frankfurt. Abitur in 2003, Leistungsfach Kunst. Ausbildung zur Immobilienkauffrauseit 2007 im eigenen Unternehmen tätig.
Um neue Maltechniken zu erlernen und meinen künstlerischen Horizont zu erweitern, habe ich mich im Mai 2015 der Ateliergruppe von Birgit C. Morgenstern angeschlossen. Meine Leidenschaft ist das Einfangen von „Lebendigem“, Momentaufnahmen zu Papier oder auf die Leinwand zu bringen und der Fantasie, bei der Entstehung eines Bildes, freien Lauf zu lassen.
01/2016 Gewinnerin des deutschlandweiten Wettbewerbs von Hahnemühle zum Thema YouTangle.Art.

Annie Marlen Kniepert, geboren am 24. August 1973 in Ost-Berlin, aufgewachsen ab 1975 in West-Berlin. Studium der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Management und Marketing sowie der Publizistik an der Freien Universität Berlin. Anschließend 15 Jahre Berufstätigkeit, auch leitende Tätigkeit, für Internet-Startups sowie zwei internationale Wirtschaftskanzleien in den Bereichen Marketing und Geschäftsentwicklung. Seit 2016 selbständig mit brand-to-business, einer Agentur, die Dienstleistungen rund um die Ideenfindung, Entwicklung und erfolgreiche Positionierung von Marken anbietet. 

Julia Manolova wurde 1976 in Lovech, Bulgarien geboren. Sie studierte 1990-95 Hohe Spezialschule für angewandte Kunst, Tryavna, Bulgarien. 1994 gewann denn ersten Platz und Stipendium bei der Ausstellung "Dichtung & Lied der Balkan". Sie besuchte zwischen 1996-98 den Freie Kunstakademie Jules Pascin in Sofia, in der Akedemie, Führungspersonen waren Prof. Vassil Vulven und Nikolay Maystorov. Ihre Bilder sind in Privatsammlungen in Deutschland, USA, Serbien, Bulgarien und Kroatien.

Ulrike Piontek verarbeitet als Hobbymalerin nach Picasso: "Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele" eigene Lebenserfahrungen, positive wie negative Erlebnisse und Gefühle wie Trauer oder Schmerz, aber auch zwischenmenschliche Erfahrungen in ihren Bildern. In allen Kunstwerken ist ihr Selbst als Malerin wieder zu finden. Ihre Kunst ist vor allem ein Ausdruck ihres menschlichen Ich, das durch die Außenwelt gereizt wird. Im Lebensprozess mit den Farben, ohne Kunststudium, entstehen diese Kunstwerke.

 „Ich liebe die Malerei mit Acrylfarben und die vielen Techniken, die ich gerne ausprobiere. Das „momentane“ Gefühl und die Spontanität stehen im Vordergrund und nicht die perfekte Abbildung. Die Werke entstehen nicht für ein breites Publikum, auch nicht, um dem Betrachter zu schmeicheln.“ & „Ich freue mich, wenn jeder Betrachter das Werk für sich selbst interpretiert und darin sieht, was ihn persönlich bewegt oder anspricht. Oder auch, wenn meine Werke wiederum andere Künstler zu weitere Kunst wie Poesie inspirieren, wie ich bereits mehrfach erleben durfte.“  Ulrike Pointek

Moina geboren in Hamburg, besuchte die Städelabendschule in Frankfurt bevor sie nach Paris ging, um an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts in Paris Malerei und Zeichnung zu studieren. Nach einigen Gruppen- und kleineren Einzelausstellungen in Frankreich machte sie 1988 das Staatsdiplom in Malerei. Eine 6-monatige Reise nach Brasilien, ließ sie den langjährige Wunsch fassen, sich als Sängerin & Songwriterin zu realisieren. Im Pariser Théâtre de Chaillot sang sie Brecht & Weill, und französische Chansons bevor sie mit eigenen Liedern als Moina Erichson in einer großen französischen Record Company einen Vertrag für mehrere Alben erhielt. Dieser führte sie zu Peter Gabriel nach Realworld und nach Los Angeles in die Paramour Studios. Sie trat unter anderem in der Alten Oper Frankfurt und im legendären Pariser Olympia auf. Nach der Geburt ihres Sohnes widmete sie sich vermehrt der Gesangspädagogik und machte ein Zusatzstudium zum Staatsdiplom in Gesang. Sie gibt in Deutschland und Frankreich Workshops und unterrichtet in ihrer Heimatstadt Oberursel in der Musikschule. 2017 erscheint eine neue CD im Duo mit dem Kontrabassisten Norbert Dömling und mehrer Ausstellungen sind in Planung. Seit sechs Jahren malt sie wieder intensiver und verfolgt künstlerisch weiterhin dass schon in Paris begonnene Thema: Inside Outside Worlds.